Aufgaben:Exercise 1.2: Signal Classification: Difference between revisions
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Revision as of 17:25, 12 January 2017
Aufgabe zu Klassifizierung von Signalen

Nebenstehend sind drei Signalverläufe dargestellt:
- Das Signal [math]\displaystyle{ x_1(t) }[/math] wird genau zum Zeitpunkt $t = 0$ eingeschaltet und besitzt für $t > 0$ den Wert $1\,\text{V}$.
- Das rote Signal [math]\displaystyle{ x_2(t) }[/math] ist für $t < 0$ identisch $0$, springt bei $t = 0$ auf $1\,\text{V}$ an und fällt danach mit der Zeitkonstanten $1\,\text{ms}$ ab. Für $t > 0$ gilt:
- [math]\displaystyle{ x_2(t) = 1\,\text{V} \cdot {\rm e}^{- {t}/(1\,\text{ms})}. }[/math]
- Entsprechend gilt für das grün dargestellte Signal für alle Zeiten $t$:
- [math]\displaystyle{ x_3(t) = 1\,\text{V} \cdot {\rm e}^{- {|t|}/(1\,\text{ms})}. }[/math]
Diese drei Signale sollen nun von Ihnen nach den folgenden Kriterien klassifiziert werden:
- deterministisch bzw. stochastisch,
- kausal bzw. akausal,
- energiebegrenzt bzw. leistungsbegrenzt,
- wertkontinuierlich bzw. wertdiskret,
- zeitkontinuierlich bzw. zeitdiskret.
Hinweis: Sollte die Eingabe des Zahlenwertes „0” erforderlich sein, so geben Sie bitte „0.” ein.
Fragebogen zu „Aufgabe 1.2: Signalklassifizierung”
Musterlösung zu "A1.1 Musiksignale"
Die Signalamplituden von [math]\displaystyle{ x_2(t) }[/math] und [math]\displaystyle{ x_3(t) }[/math] können alle beliebigen Werte zwischen $0$ und $1\,\text{V}$ annehmen; sie sind deshalb wertkontinuierlich.
Dagegen sind beim Signal [math]\displaystyle{ x_1(t) }[/math] nur die zwei Signalwerte $0$ und $1\,\text{V}$ möglich, und es liegt ein wertdiskretes Signal vor. Zutreffend sind also die Lösungsvorschläge 1 und 3.
2. Ein Signal bezeichnet man als kausal, wenn es für Zeiten $t < 0$ nicht existiert bzw. identisch $0$ ist. Dies gilt für die beiden ersten Signale [math]\displaystyle{ x_1(t) }[/math] und [math]\displaystyle{ x_2(t) }[/math]. Dagegen gehört [math]\displaystyle{ x_3(t) }[/math] zur Klasse der akausalen Signale.
3. Nach der allgemeinen Definition gilt:
[math]\displaystyle{ E_2 = \lim_{T_M \to \infty}\int_{-{T_M}/{2}}^{{T_M}/{2}} x_2^{2}(t)dt }[/math]
Im vorliegenden Fall ist die untere Integrationsgrenze 0 und es kann auf die Grenzwertbildung verzichtet werden. Man erhält:
[math]\displaystyle{ E_2 = \int_{0}^{\infty}(1V)^{2} \cdot e^{-\frac{2t}{1ms}} dt = 5 \cdot 10^{-4} V^{2}s }[/math]
Bei endlicher Energie ist die zugehörige Leistung stets verschwindend klein. Daraus folgt P2 = 0.
4. Wie bereits unter Punkt 3. berechnet wurde, besitzt [math]\displaystyle{ x_2(t) }[/math] eine endliche Energie:
[math]\displaystyle{ E_2 = 5 \cdot 10^{-4} V^2s }[/math].
Die Energie des Signals [math]\displaystyle{ x_3(t) }[/math] ist doppelt so groß, da nun der Zeitbereich t < 0 den gleichen Beitrag liefert wie der Zeitbereich t > 0. Also ist
[math]\displaystyle{ E_3 = 10^{-3} V^2s }[/math]
⇒ Richtig sind die Lösungsvorschläge 2 und 3.
Beim Signal [math]\displaystyle{ x_1(t) }[/math] divergiert das Energieintegral:
[math]\displaystyle{ E_1 \rightarrow \infty }[/math].
Dieses Signal weist eine endliche Leistung auf
[math]\displaystyle{ P_1 = 0.5 V^2 }[/math]
und ist dementsprechend leistungsbegrenzt. Das Ergebnis berücksichtigt, dass das Signal in der Hälfte der Zeit ($t < 0$) identisch $0$ ist.